Was ist die VPU-Beratung?

Ein Entzug der Lenkberechtigung stellt für jeden Autofahrer bzw. jede Autofahrerin ein einschneidendes Ereignis dar. Nach dem ersten Schock realisiert man am nächsten Tag was da eigentlich passiert ist. Emotionen wie Scham, Ärger und Wut folgend und man macht sich möglicherweise Selbstvorwürfe und fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Gleichzeitig stellen sich existenzielle Fragen: “wie sage ich es meinem Chef?” oder “was sagt meine Familie dazu?” Dazu kommen Überlegungen, wie man jetzt ohne Führerschein mobil sein soll oder welche Kosten auf einen zukommen. Wenige Tage später beginnt man, sich im Internet oder bei Freunden, Bekannten und Kollegen über das weitere Prozedere zu informieren, vereinbart Termine für die VPU und für die Nachschulung. Man hat das Gefühl alles schnell hinter sich bringen zu wollen, um mit dem Thema abschließen zu können, man will so schnell wie möglich den Führerschein wieder. Das ist absolut verständlich und nachvollziehbar, nur zäumt man das Pferd sprichwörtlich von hinten auf. Meine Erfahrung als Gutachter zeigt, dass viele Menschen völlig ahnungslos, teilweise auch naiv, und oft zu früh nach dem Führerscheinentzug in die Untersuchung gehen. Eine VPU hat für die Betroffenen allerhöchste Wichtigkeit, da sich hier indirekt entscheidet, ob man den Führerschein wiederbekommt oder nicht. Entsprechend nervös, angespannt und verunsichert kommt man zu Untersuchung. Da ist es besonders erstaunlich, wie schnell die VPU “hinter sich” gebracht werden will und wie wenig man sich mit den Anforderungen auseinandersetzt. Genau hier setzt die VPU-Beratung an: Beraten, Begreifen, Bestehen.
Die VPU-Beratung bietet eine wissenschaftlich fundierte Vorbereitung auf eine bevorstehende verkehrspsychologische Untersuchung (VPU) oder eine umfassende Analyse eines bereits negativen verkehrspsychologischen Gutachtens mit entsprechender Handlungsempfehlung an. Im Vordergrund steht dabei eine offene und ehrliche Auseinandersetzung mit dem Delikt, denn nur so ist es für mich als Verkehrspsychologe möglich, Sie bestmöglich auf die VPU vorzubereiten. Ich halte nichts von schnellen, oberflächlichen Pseudolösungen. Ich verkaufe keine Ratgeber oder nachgebaute Computerprogramme, die nur das schnelle Durchschummeln zum Ziel haben. Das mag in manchen Fällen funktionieren, in der Regel durchschaut das eine Verkehrspsychologin oder ein Verkehrspsychologe im Untersuchungsgespräch. Bei mir bekommen Sie echte verkehrspsychologische Expertise. Jeder Fall ist einzigartig und bedarf einer individuellen Herangehensweise, eine Standardlösung gibt es deshalb nicht. Wer das verspricht, ist unseriös.
Was wir in der Beratung behandeln:
  • Kennenlernen & Einschätzung der Fragestellung
  • Klärung von Delikt, Ursachen und Risiken
  • Entwicklung nachhaltiger Veränderungsstrategien
  • Stärkung von Verantwortung & Regelakzeptanz
  • Klärung aller Fragen rund um die VPU
  • Ziel: stabile Prognose & geringe Rückfallgefahr
 
Wenn ich Sie auf die VPU vorbereite, liegt mein Fokus konsequent auf echter, nachvollziehbarer Verhaltensänderung. Nur so können Sie überzeugen und das Rückfallrisiko senken. Ich erkläre den Aufbau und Ablauf einer VPU, wir gehen die typischen Fragen durch, üben die Gesprächssituation, informiere Sie über toxikologische Befunde (Blut, Urin, Haar) und die rechtliche Situation. Optional kraftfahrspezifische Leistungstests auszuprobieren (“Computertest”), um Unsicherheiten abzubauen und den eigenen Leistungsstand realistisch einzuschätzen.
 
Der Umfang der Beratung hängt von der Fragestellung ab. In den manchen Fällen ist bereits 1 Termin ausreichend (bei positiver Prognose), in anderen Fällen sind 2-3 Sitzungen notwendig. Bei Bedarf oder Wunsch können auch mehrere Sitzungen vereinbart werden.